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Altweibersommer im Allgäu und in Oberbayern

Posted by on 16. Oktober 2011

Was macht man mit einem September, der nahtlos sonnig in den Oktober übergeht?

Man geht auf Tour!

Ins Allgäu und dann mal sehen…


1. – 3. Oktober 2011

Abfahrt in den Herbst

Nach einem Geburtstagsbesuch  in Stuttgart

Sonnenauafgang am der Staustufe Untertürkheim

Sonnenauafgang an der Staustufe Untertürkheim

nahmen wir Fahrt auf nach Südosten. In Memmingen fanden wir einen netten Stellpatz am alten Gartenschaugelände.

Eingang zur Altstadt Memmingen

Eingang zur Altstadt Memmingen

Dort ließen wir erstmal den Sonntagabend beim Krimi verstreichen. Am späten Montagmorgen begannen wir langsam aktiv zu werden. Die Stadt zu erkunden stand auf dem Plan. So packten wir die Fahrräder und fuhren in die unweit gelegene Innenstadt. Memmingen zeigte sich als Stadt von einer angenehmen Seite!

Mühlbach in Memmingen

Mühlbach in Memmingen

Für den Bummler und den Geschichtsinteressierten gibt es hier einiges zu entdecken. Wir haben uns auf den Teil Bummeln geeinigt und ließen den Nachmittag im Biergarten des ehemaligen Gartenschaugeländes ausklingen.

Morgen geht es früh weiter nach Oberstdorf  in die Breitachklamm.

 

 

04. Oktober 2011

Kempten

Statt nach Oberstdorf durchzufahren, legten wir in Kempten einen Zwischenstopp ein.

In Kempten

In Kempten

Am Illerstadion fanden wir einen Stellplatz, von dem aus es nur wenige Minuten in die Innenstadt waren. Das (nette) Stadtzentrum, ein anschließendes Mittagessen, ein Rundgang um die Residenz, dann fuhren wir weiter nach Oberstdorf.

4. – 7. Oktober 2011

Oberstdorf und Breitachklamm

Bei wunderbarem Wetter empfing uns Oberstdorf gegen fünf  Uhr am Abend. Der Platz unterhalb der Nebelhornbahn war gerammelt voll, mit Glück ergatterten wir noch eine Stellmöglichkeit am Geländerand.

Stellplatz am Nebelhorn - Überraschung am Morgen: Schnee

Stellplatz am Nebelhorn - Überraschung am Morgen: Schnee

Mit 19,70 € allerdings (einschließlich Strom und Kurtaxe) war es kein preiswertes Stellplatzvergnügen!

Am Mittwoch ging´s dann los. Zunächst fuhren wir mit den Fahrrädern über Tiefenbach an die Breitachklamm. Die Klamm selbst – ich besuchte sie zum ersten Mal im Sonmmer- fesselte uns mit ihren gewaltigen Wänden, engen Durchgängen und von der Sonne ewig verschmähten Tiefen.

Breitachklamm

Breitachklamm

Aus der Klamm ausgestiegen zog sich der Weg zunächst steil bergauf zur Dornachalpe.

Blick nach Oberstdorf

Blick nach Oberstdorf

Eine grandiose Kulisse bot sich uns – ein Teil der Allgäuer Alpenwelt tat sich auf! Nach einem guten Essen nahmen wir den Abstieg zurück zum Eingang der Breitachklamm, wo unsere Fahrräder standen. Zurück rollte es nun nach Oberstdorf, es ging fast nur leicht bergab. Dennoch spürten wir die Anstrengungen dieses Tages und ließen ihn gemütlich ausklingen.

Donnerstagmorgen überraschte mich Christa mit der Absicht, nach Sonthofen zu radeln!

An der Iller entlang nach Sonthofen

An der Iller entlang nach Sonthofen

Da sprang ich natürlich sofort an.

Steinmännchen an der Iller

Steinmännchen an der Iller

Die rund 17 Kilometer packten wir locker, der Rückweg sollte mit der Bahn folgen. Zunächst aber schauten wir uns das Städtchen an, bummelten dort, nahmen eine Essen zu uns und durften dann feststellen, dass nur Busse ohne Fahrradbeförderung nach Oberstdorf verkehrten.

Und nun die zweite Überraschung: Christa meinte: „Lass uns doch zurück radeln!“.
Unwetter droht

Unwetter droht

Gesagt getan, die Iller entlang nahmen wir den Rückweg in Angriff. Nach etwa einer Stunde (stets sanft bergauf mit Gegenwind) kamen wir an, kurz bevor sich der Allgäuer Himmel ein graues Kleid anlegte und kühlen Regen spendete.

Jetzt aber weiter - Am Illerursprung

Jetzt aber weiter - Am Illerursprung

Wie gestern, ein herrlicher Tag!

Der Freitag begrüßte uns mit schneeweiß bedeckten Gipfeln, Regen, der nimmer enden wollte und einer schlicht gehörigen Portion Faulheit!
Etwas unternehmen: NEIN! Diese Devise begleitete uns bis in den späten Nachmittag.  Dann packten wir´s doch wieder an und fuhren weiter. Knappe siebzig Kilometer sollten es werden. Bei Marktoberdorf (Stellplatzinfo: Stegmühle) machten wir Halt, kehrten ein und überließen das Sauwetter und die Kälte den anderen und widmeten uns ausgiebigem Schlaf.

8. – 9. Oktober 2011

Bekanntenbesuch in Westendorf-Dösingen

Das Sauwetter hat uns eingeholt! Also beschließen wir, eine frühere Nachbarin zu besuchen. Zwei schöne Tage mit einem Abschluss bei wieder aufkommendem Sonnenschein und wir machten uns auf den Weg nach München.

Bevor wir aber in München ankamen, holte und der Pannenteufel ein: Ein platter Vorderreifen unterbrach die Fahrt! Mehr dazu könnt ihr bei Wartung und Reparaturen erfahren. Dennoch kamen wir noch zeitig am Stellplatz, der Allianz Arena, an.

10. – 14. Oktober 2011

München

Am Montag Abend kamen wir nach unserer Reifenpanne noch gut in München an. Es regnete.

Stellplatz Allianz Arena

Stellplatz Allianz Arena

Die Temperatur stieg zusehends, der Regen hörte auf.  So machten wir uns nachmittags auf den Weg von unserem Stellplatz an der Allianz Arena in die Innenstadt. Ein bisschen bummeln, shoppen und abends zurück und müde ins Bett!

Der Dienstag weckte uns mit herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 23 Grad! Das ließ uns nicht lange überlegen: Fahrräder raus und ab in den Englischen Garten.

Im Englischen Garten

Im Englischen Garten

Eine schöne Tour lag vor uns, sie sollte dann noch begleitet werden durch ein gutes Mittagessen im „Kleines Hofbräuhaus“ im Englischen Garten. Vorbei am Chinesischen Turm rollten wir weiter in den Hofgarten. Nebenan liegt die Residenz mit seinen drei musealen Teilen, dem Cuvilliés-Theater, der Schatzkammer und dem Residenzmuseum.

Cuvilliés-Theater in der Residenz

Cuvilliés-Theater in der Residenz

Das Theater und die Schatzkammer besuchten wir noch, bevor Christa und ich uns trennten. Zum Einkaufsbummel und zur Stadterkundung.

Schatzkammer in der Residenz - Statuette des Ritters St. Georg

Schatzkammer in der Residenz - Statuette des Ritters St. Georg

Ihr dürft raten, wer was vorhatte! Gegen acht Uhr trafen wir uns wieder und fuhren mit der U-Bahn zurück an die Allianz-Arena.

War es am Dienstag noch warm, wehte am Mittwoch zunächst ein kräftiger, kalter Wind, begleitet von einer dichten, regenschwangeren Wolkendecke. Also legten wir eine Ruhepause ein. Ich konnte die inzwischen angesammelten Bilder sichten und Christa widmete sich dem Matratzenhorchdienst.

Parkplatz Michaelibad in München

Parkplatz Michaelibad in München

Gegen Donnerstag Morgen machten wir uns auf den Weg. Von der Allianz Arena fuhren wir nach München und suchten uns einen Platz zum Parken. Erfolgreich war die Konzentration auf P&R Parkplätze, die uns letztlich zum Michealibad in München führte. Tankstelle für die Frühstücksbrötchen, U-Bahn keine dreihundert Meter entfernt, Park-Gebühr 1,50 € für 24 Stunden – das passte! Fernsehempfang war auch kein Problem, so verbrachten wir einen ruhigen Abend, nachdem wir (wieder mal) mehrere Stunden in einem Museum verbrachten.

Im Residenzmuseum

Im Residenzmuseum

Das Residenzmuseum war es, und es sollten lohnenswerte Stunden werden. Während Christa sich einer Führung erschloss, war ich auf eigene Faust unterwegs. In dieser Fülle und Dichte der Exponate und Räume hatte ich bislang kein Museum gesehen!

Als am Freitag Morgen gegen sechs Uhr Aktivitäten meinem Ohr Signal gaben, stand ich auf und sah mich um. Ein Flohmarkt wurde aufgebaut! Das passte natürlich zu Christas Wunsch, endlich einen besuchen zu können.  Also weckte ich sie ganz sanft mit kalten Händen und wir konnten gemütlich den (kleinen Flohmarkt besuchen). Dort erfuhren wir, dass am Olympiapark auch Flohmarkt sei! Also nichts wie hin. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas aufwändiger, letztendlich hatte wir Glück und konnten auf den Parkstreifen einer Straße stehen. Flugs die Räder ausgepackt und ab in den Olympiapark. Na, es war nicht berauschend, Ständer Verkäufer wechselten sich ab mit großen Lücken und viele packten ihren Krempel bereits wieder ein (um ein Uhr). Nett war es trotzdem.

Olympiapark München

Olympiapark München

Nach unserem Rundgang führen wir noch zum meiner Tante und verbrachten dort einen sehr schönen Nachmittag und Abend.

Fahren wir nun noch weiter  oder übernachten wir in München? Christa war müde, wir übernachten hier! Vorher empfahl sich, die Toilette zu und das Grauwasser (Abwasser) zu leeren. Für die menschlichen Bedürfnisse in die Botanik zu gehen und das bei saukalten Temperaturen hatte ich keine Lust. Nach einer Stunde der Suche nach Entsorgungsmöglichkeiten aber orientierten wir uns nach Landsberg, denn in München war nichts zu finden. Eine so Wohnmobil-unfreundliche Stadt wie München habe ich lange nicht erlebt! Auf den Campingplatz in Talkirchen konnten wir nicht, eine Brücke mit Begrenzung auf drei Tonnen verwehrte uns die Zufahrt. Sechs der im Internet beschriebenen  Entsorgungsmöglichkeiten gab es nicht. Also Flucht ins Umland! München, Du musst lernen!

Angekommen in Landsberg war es eine Freude den Parkplatz, die Toilette vor Ort und die Entsorgungseinrichtung zu sehen – vorbildlich! Übernachten war angesagt.

15. Oktober 2011

Heimfahrt

Samstag Morgen rollten wir dann über Lindau am Bodensee entlang nach Hause. Dass wir erst am Sonntag dort ankamen, lag am Geburtstagbesuch in Schwenningen, wo wir bis Sonntag früh um halb drei Uhr feierten!

Fazit:

Wenn auch die Reifenpanne den Reiseplan beeinflusste, zwei sehr schöne aber auch durchwachsene Wochen liegen hinter uns! Als Stellplatz in München können wir die Allianz Arena nicht empfehlen: Teuer, kein Bodeneinlass für Grauwasser und absolute Einöde! Der P&R-Parkplatz am Michaelibad ist bei weitem interessanter, Ver- und Entsorgung jedoch ist scheinbar Fehlanzeige in München!

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