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Im Spätsommer durch Deutschland an die Ostee

Posted by on 23. September 2013

Nachdem einer langen „Durststrecke“ nahmen wir uns jetzt die Zeit, wieder einmal für ein paar Wochen durch Deutschland zu tingeln. Wie so oft verbunden mit Besuchen bei den auswärts wohnenden Kindern.

Stationen wie der Twistesee, Tropical Island, Berlin und am Ende Rügen waren vorgesehen.

 

Am kam es wie so oft bei uns: Das eigentliche Ziel Rügen erreichten wir nicht und die Zwischenstationen änderten wir auch ein wenig!

9. bis 14. August 2013

Abfahrt – ausnahmsweise mal pünktlich

Kurz nach acht Uhr morgens starteten wir in Richtung Stuttgart, unserem ersten Zwischenziel. Bis Sonntag besuchten wir dort Jan und seine Familie. Ein bisschen Gartenarbeit dort, viel Spaß mit den Enkeln und ein schöner Samstagabend – schon war es wieder Zeit für das nächste Ziel.
Am Sonntag Nachmittag ging`s dann weiter nach Karben. Hier wohnt inzwischen Nicole.
Am Abend angekommen war´s Zeit fürs Essen. Dazu weihte Nicole ihren Grill ein und kredenzte eine Auswahl an schmackhaftem Grillgut. Und – wie sollte es anders sein – wir besprechen die paar Dinge, die gerne erledigt werden wollten: Klingel verlegen, Schuhschränke montieren, alte Küche zum Verkauf aufstellen und WLAN einrichten. An letzterem bin ich gescheitert! Diese Kabel-WLAN-Geschichte ist einfach nicht mein Ding!

Unversehens war es wieder soweit, der nächste Abschnitt stand an. So fuhren wir am Mittwoch weiter nach Wolfhagen. Zuvor aber begleiteten wir Amina in ihre neue Schule, holten Schulbücher ab und regelten das eine oder andere.

15. bis 16.August

Wolfhagen und Service bei Gante

Donnerstag früh trafen wir beim WoMo-Händler ein. Neben zwei kleineren Dingen stand auch das Beseitigen eine nervenden Fahrgeräusches auf dem Plan. Wie dieser Service-Termin verlief, könnt ihr auf der Seite Wartung im Beitrag „Quietschen ade“verfolgen.

Nachdem nicht alle Arbeiten an unserem WoMo am Donnerstag erledigt werden konnten, fuhren wir am Freitag noch einmal hin. Übernachtet hatten wir auf dem Stellplatz in Wolfhagen. Freitag Nachmittag endlich durften wir die „Werkstatt“ verlassen und läuteten den jetzt beginnenden entspannten Teil unserer Fahrt ein.

Das haben wir uns so gedacht. Nix wurde draus!
Ein Anruf und die Nachricht, dass Christas Bruder unweit von uns im Krankenhaus liegt und dringend Hilfe braucht. So kamen wir dazu Northeim – zumindest die Straßen – kennen zu lernen. Und nebenbei die ganze Schose mit Fahrzeugrückführung und Patientenverlegung zu regeln.

Wieder einmal nichts mit unbeschwerter Fahrt!!!

17. bis 25 August 2013

Besuche im Krankenhaus Northeim und Betreuung

Geprägt waren die Tage von telefonieren, besuchen, regeln, organisieren und zwischendurch mit Campingnachbarn Grillen. Auf dem Campingplatz in Northeim wurden wir herzlich empfangen! Familie Majora hatte sich rührend um den Hund unseres Schwagers gekümmert. Unbeschwert konnten wir so Problemlösungen angehen, auch den einen oder anderen netten Abend verbringen. Die Stammgäste des Campingplatzes nahmen uns sofort in ihre Runde auf. Das tat gut! Ein Dankeschön an Euch alle…

26. bis 29. August 2013

Einbeck

Von Northeim aus steuerten wir Einbeck an. Ein guter (kostenloser) Stellplatz erwartete uns dort direkt neben dem Frei- und Hallenbad. Strom, Ver- und Entsorgung, Nähe zur Innenstadt – alles war bestens! Den Montag verbrachten wir erstmal ruhig. Am Dienstag dann ließen wir uns von der Stadtführung in den Bann ziehen. Zwei Stunden Fachwerk- und Stadtgeschichte waren eine willkommene Abwechslung zu unseren bislang erlebten „Touren-Highlights“.

Für mich galt es noch, das Fahrradmuseum zu besuchen. Nachdem einige WoMo-Nachbarn davon geschwärmt hatten, verbrachte ich dort einen äußerst kurzweiligen Nachmittag. Kuriositäten der Fahrradgeschichte, Einbecker Braukunst und Dinge wie der Einbecker Blaudruck machen dieses kleine Museum erlebenswert!
Auf dem Platz in Einbeck lernten wir auch ein Paar aus Aschersleben kennen, mit denen wir zwei schöne Abende verbringen durften, bevor wir am Donnerstag noch einmal ins Krankenhaus nach Northeim fuhren. Die letzten Dinge geregelt – schon stand die Frage an, wohin es weitergeht. Christa, meine frühere Verlobte und heutige Geliebte fand heraus, dass in Hamburg eine Bastelmesse ist. Wie soll ich sie da noch aufhalten…

So fuhren wir dann noch am Donnerstag los und legten einen Übernachtungsstop auf dem Weg nach Hamburg ein. In Hodenhagen kamen wir gegen neun Uhr abends an. Einen durchaus empfehlenswerten Platz fanden an der Aller nahe beim Serengeti-Park.

30. bis 31.August 2013

Bastelmesse in Hamburg und IKEA

Am frühen Freitag Morgen rief das Mekka der Bastler – die Kreativmesse! Also Zündschlüssel rumdrehen und ab in die Metropole…
Im Modering 1 setzte ich Christa ab begann verschiedene Dinge am und im Fahrzeug zu erledigen. Vom Messefieber gefangen harrte Christa bis zum Ende in den Messehallen aus. Als ich sie gegen sechs Uhr abends abholte, leuchteten die Augen und spiegelten all die Dinge wider, die dort zu sehen und erfahren waren. Aber nicht genug: Auf dem Parkplatz des nahen IKEA angekommen sprintete sie die noch offenen zwei Stunden nutzend in dieses mir ach so fremde schwedische Möbelhaus!

Na ja, ich konnte in Ruhe das Spiel Bayerns gegen Chelsea um den Supercup ansehen. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich für dieses Möbelhaus nichts übrig habe! Am Samstag war  ich selbst drei(!) Stunden dort und fand auch das eine oder andere Nützliche neben dem ganzen „Kruscht“!

Nachdem Christas zweite Messerunde abgeschlossen war hatte ich nur noch den Drang, weit von der Messe weg zukommen. So führte uns der Weg am Abend zunächst in Richtung Kellinghusen. Die Freundin dort war aber nicht zu Hause – sie war auf dem Weg in den Urlaub. Also steuerten wir Bad Segeberg an, wo meine Schwägerin derzeit zu Besuch bei den Schwiegereltern war. Nach einem schönen Abend in Klein-Rönnau hieß es dann erst mal schlafen!

31. August bis 1.September 2013

Hamburg – Bad Segeberg

Eigentlich wollten wir eine Schulfreundin Christas besuchen. Auf dem Weg zu ihr aber erfuhren wir, dass sie unterwegs ist in den Urlaub nach Borkum. So entschlossen wir uns, die andere Richtung nach Bad Segeberg einzuschlagen. Nein, nicht wegen der Karl-May-Festspiele, Christas Schwester war zu der Zeit dort.

Ein schöner Abend mit Schwägerin und Schwager sowie dessen herzliche Eltern und am Sonntag ein interessanter Flohmarkt, eingebettet in das Stadtfest Bad Segebergs belohnten diese Entscheidung! Das Stadtfest wartete mit allem Üblichen solcher Feste auf, aufgelockert durch Flohmarktanbieter, die zwischen den Ständen platziert ihre Waren anboten. Eine bestens gelungene Mischung mit Kurzweilcharakter – sie beanspruchte uns bis zum frühen Abend.

1. bis 4. September 2013

Travemünde

Noch am Sonntagabend tuckelte unser WoMo weiter nach Travemünde. Zunächst übernachteten wir beim Timmendorfer Strand, verlegten dann jedoch an den Fischereihafen Travemündes. Die Promenade, der Fischverkauf unmittelbar neben uns, ein sehr gutes Abendessen auf der Nautilus ließen die zwei Tage zu einem Vergnügen werden. Dort frühstücken die Fischer ab sieben Uhr morgens – offiziell wird erst um acht Uhr geöffnet – unbedingt empfehlenswert!!

Eine Einschränkung allerdings betrifft den Stellplatz selbst. Um eine Nacht mit Blick auf den Hafen zu stehen, wurden zwei Euro extra fällig – und am nächsten Tag musste der Platz geräumt werden, für zwölf Euro eingliedern in die zweite Reihe war angesagt. Dass für die Entsorgung der Toilettenkassette das eigene Wasser aus dem WoMo im Eimer mitgebracht werden soll – sonst ist wieder ein Euro fällig – zählt auch nicht zu den üblichen Bedingungen!

4. bis 9. September 2013

Boltenhagen

Unser nächstes Ziel steuerten wir spontan an. Boltenhagen hatten wir schon einmal gehört, also fuhren wir kurzer Hand dahin. Ein klassisches Ostseebad empfing uns mit all seinem Charme und kilometerlangem Strand. Die Stellplatzsuche gestaltete sich problemlos. Mehrere Plätz boten sich an, wir entschieden uns für „Krämer´s Wohnmobilhafen“. Und diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Ein geräumiger Platz mit einer Entfernung von 500 m zum Strand, freundliches Personal und blitzblanke Sanitäranlagen versüßten den Aufenthalt. Aus einer angestrebten Nacht wurden fünf!

Vom angenehmen Spätsommerabend bei heimatlicher Musik, einem herrlichen Strandtag, der Ausflugsfahrt an die Steilküste – Langeweile kam nicht auf! Strahlendes Wetter war ständiger Begleiter bis zum Sonntag. Am Montag aber warf der Regen seine Rute aus und sorgte für durchnässte Kleidung beim Einpacken der Fahrräder, der Stühle und all der anderen Dinge, die das Camperleben ausmachen.

Kaum waren wir fahrbereit hörte der Regen auf. Umziehen und losfahren über Priwall in Richtung Wismar!

9. bis 11. September 2013

Wismar

Den Stellplatz dort erreichten wir ohne Probleme und wir hätten uns dort einen Platz aussuchen können. Eine Orientierungsrunde durch und um Wismar herum aber lockte uns. Zumal das Wetter sich anschickte, in ergiebigen Landregen überzugehen! Zwei Stunden später quittierte uns der Stellplatz am Hafen unsere Rundtour mit dem unfreundlichen Schildchen „Platz belegt“.

Alternativen erschlossen sich uns zunächst nicht. Bis dann die Uni und das Theater einen kaum genutzten Parkplatz offenbarten, der zudem noch kostenlos war. Wegen der Semesterferien und des Theaterumbaus war dort absolut nichts los. Als sich das Wetter gegen Abend beruhigte und die Sonne einen Teil der Regenwolken verscheuchte, radelten wir noch in die Innenstadt. Der Hansecharakter fing uns ein trieb uns natürlich auch an den Hafen. Leckeres Fischbrötchen bevor der Kutter schloss war natürlich Pflicht. Auch die Irrfahrt zurück an den Stellplatz durfte nicht fehlen!

Ursprünglich sollte uns anderntags eine Stadtführung als Teilnehmer in Empfang nehmen. Regen und bescheidenes Wetter trübten diese Absicht, es blieb nur Raum für einen Nachmittagsgang auf den Markt und in die Gassen der Stadt. Die Stadtführung verschoben wir auch am nächsten Tag auf unsere nächste Reise in Deutschlands Norden, denn wieder hielt uns strömender Regen davon ab.

11. bis 12. September 2013

Insel Poel

Rügen rückte ohnehin schon in „weite Ferne“ – wenigstens eine Insel aber wollte ich noch besuchen: Die Insel Poel musste dran glauben!

Diese Insel belohnte uns bei der Ankunft mit sporadischen Sonnenstrahlen und ansteigender Temperatur. Das verträumte Ostseebad mit seinem verschlafenen Nachsaisoncharme hatte es mir angetan. Dennoch blieben wir nur eine Nacht, schließlich stand ein Besuch in Berlin noch aus. Die Fahrt dorthin durch fast menschenleere Landschaften lies uns das ruhige Gleiten auf der Autobahn als erholsam empfinden. Unweigerlich aber fingen uns nach und nach die Krakenarme der Großstadt in Form verwirrender Straßenkreuzungen ein und  lotsten uns dennoch zielsicher.

12.- 17. September 2013

Berlin

Nach der Ankunft am Donnerstagabend und einem guten Schlaf in den Freitagmorgen hinein radelten wir ins Neue Museum. Neugierig gemacht hatte uns ein Bericht über die Architektur und die Konzeption der Räume und Exponate. In teilweise atemberaubender Mächtigkeit empfing uns das Gebäude. Die ersten Eindrücke im Inneren erfüllten, nein sie übertrafen unsere Erwartungen. Vier Stunden nahmen wir uns Zeit, bis wir dann zurück radelten.

Nach ausgiebigen Frühstück am Samstag wartete der Markt am Kollwitzplatz mit allerlei kulinarischen Verführungen sowie neckischen Accessoires auf. Markterprobt aber konzentrierten wir uns aufs Wesentliche beim Einkauf und ließen den Marktbummel im Cafe Pasternak ausklingen.

Ein Spaziergang im Schlosspark Sanssouci mit abschließendem Kaffee in der Schiffbauergasse schlossen sich am Sonntag an. Der Wettergott war uns wohl gesonnen, es regnete erst als wir zurück waren.

Berlin ist  immer Reise wert!

Wieder einmal blieben wir einen Tag länger als geplant. Erst am Dienstag machten wir uns auf Leipzig anzusteuern.

17. bis 19. September 2013

Leipzig

Vom Bahnhof Leipzig hatte ich gehört. Er solle ein Vorzeigeprojekt der Deutschen Bahn sein, so hieß es. Angekommen dort offenbarte sich der Bahnhof als ein riesiges Bauwerk mit unzähligen Geschäften und angegliedertem Bahnbetrieb. Einkaufszentrum mit Gleisanschluss! Was ist daran vorzeigenswert?

Immerhin aber konnten wir wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt einen Parkplatz finden, der verkehrstechnisch gut gelegen war. Nachdem der Bahnhof „abgehandelt“ war, entschieden wir uns am nächsten Tag den Zoo Leipzig zu besuchen.

Welch ein Erlebnis!! Manche zoologischen Gärten haben wir schon gesehen, dieser aber zog uns in den Bann, verführte zum Träumen, ließ spielerisch die Lebensräume der Tiere erfahren und mit einem Abschluss im Gondwanaland die Natur in ihrer Entstehung begreifen!!!

19. bis 20. September 2013

Bamberg

Zwar nur eine Übernachtung, die Innenstadt jedoch hatte Einladungscharakter, dieser Einladung werden wir folgen werden! Früh am Freitag läuteten wir unsere vorletzte Etappe dieser Reise ein. Ab nach Stuttgart.

20. bis 23. September 2013

Stuttgart (Untertürkheim)

Zum Abschluss unserer Tour durften wir am Wochenende zur Taufe unseres dritten Enkelkindes reisen. Die Überlegung, anschließend noch eine Woche im Allgäu anzuhängen verwarfen wir auf gemeinsamen Wunsch Christas….

Fazit:
Wieder einmal haben wir unser angestrebtes Ziel (diesmal Rügen) nicht erreicht! Aber wieder einmal durften wir erfahren, dass nicht die Ferne es ausmacht, das reisen an sich ist es!!

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