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2007 im Juni: Riviera und Côte d’Azur

Posted by on 30. Juni 2007

>>Zum Fotoalbum (nur für registrierte Nutzer der Familienseite)<<

02. Juni 2007

Diese Fahrt war einfach ins Blaue gedacht. Den Weg, den ich 1970 mit dem Fahrrad gefahren war, wollten wir einfach mal ausprobieren und genießen.

Dethleffs Advantage

Dethleffs Advantage

Mit einem Dethleffs Advantage – den wir gemietet hatten bei Dorn in Lauffen (beste Beratung Bedienung) – ging es am 2. Juni 2007 los. Zunächst mal ab über Zürich, den Gotthard und dann in Richtung Lago Maggiore. Das war das erste Etappenziel. Doch erstens kommt es anders….
Da hatte ich doch glatt Lugano mit Locarno verwechselt (Navigationsgerät hatten wir noch keins)!
So landeten wir am späten Abend in der Abgeschiedenheit Luganos und fanden denn auch ein Plätzchen, wo wir uns hinstellen konnten. Unweit eines Industriegebiets gab es einen öffentlichen Parkplatz, der uns geeignet schien. Die Suche nach Stellplätzen in den einschlägigen Stellplatzführern war erfolglos! Na Ja, wir hatten auch noch nicht so viel Übung. Jedenfalls aber konnten wir schlafen, Christa im hinteren unteren Etagenbett, ich kraxelte in den Alkoven.
Und dann:”Gute Nacht” bis morgen.

03. Juni 2007

Der Schlaf war einigermaßen erholsam, und so konnten wir in den Tag starten. Zunächst ging es an den Lago Maggiore nach Luino, wo wir uns Zeit nahmen für ein kleines Frühstück.

Strandpromenade Luino

Strandpromenade Luino

Die herrliche Promenade und das Seeufer erkundeten wir mit dem Fahrrad und ließen uns von der Blumenpracht und dem kristallklaren Wasser einfangen. Jetzt kam Urlaubsstimmung auf! Früh am Nachmittag gings weiter nach Süden, um in Laveno-Mombello die Fähre über den See nach Verbania zu nehmen. Ziel für den heutigen Tag war “Il Santuario della Madonna del Sasso” hoch über dem Lago Orta. Die Fahrt dahin sollte recht aufregend werden! Von Verbania aus führte uns der Weg nach Omegna am Nordufer des Lago Orta. Oberhalb des westlichen Ufers name wir Kurs auf Arto, einem kleinen schmucken Dörfchen. Dort ging es bezogen auf die Durchfahrt heiß her!

Arto - Ortsdurchfahrt

Arto - Ortsdurchfahrt

Manche Kurve stellte uns vor die Frage “Spiegel einklappen?”! Meter um Meter kurvten wir die Gässlein entlang. Endlich kam uns dann wieder eine geteerte  Straße entgegen und der Spuk war vorbei. Mit über sieben Metern wären wohl nicht möglich gewesen! Als Alternative empfehle ich,  Arto zu meiden und Madonna del Sasso direkt anzufahren.

Il Santuario della Madonna del Sasso

Il Santuario della Madonna del Sasso

Der Stellplatz allerdings, den wir vorfanden, war von traumhafter Lage. Ganze zwei Fahrzeuge waren da, der Blick von der Kirche (zu Fuß 500m) auf den vor lauter Lichtern blitzenden See entschädigte für die Schweißperlen der Anfahrt! (Lat 45,78871 Lng 837285).

 

 
 
04. bis 06. Juni 2007 – Mailand

Nachdem wir gegen Mittag Madonna del Sasso verlassen hatten, führte uns unsere Route nach Mailand. Vor den Toren der Stadt sollte es einen Stellplatz geben.

Stellplatz vor Mailand

Stellplatz vor Mailand

Unsere verschiedenen Stellplatzführer wiesen neben den bekannten Campingplätzen auch andere Stellplätze aus. Hilfreich war der ADAC-Führer nicht (das ist ein subjektiver Eindruck). Mit dem Reise-Mobil-Führer waren wir besser dran. Er zeigte uns den Weg zu einem Bauernhof vor Mailand. Zwei Nächte für zwanzig Euro einschließlich Strom, Wasser, Ver- und Entsorgung waren in Ordnung.

Ver- und Entsorgung nach Bauernhofmanier

Ver- und Entsorgung nach Bauernhofmanier

Dafür gab es eben auch Bauernhof pur – einschließlich des Hahns, der zum Morgen weckte…

Weckhahn vor dem WoMo

Weckhahn vor dem WoMo

Bis ins Zentrum Mailands waren es etwa acht Kilometer. Die legten wir am ersten Tag mit dem Fahrrad zurück. Tags darauf entschieden wir uns, bis zur ersten Straßenbahnhaltestelle zu fahren und dort die Fahrräder zu parken.

... und sie waren abends noch da...

... und sie waren abends noch da...

Sie waren tatsächlich am Abend noch da.Neben den großartigen Eindrücken einer italienischen Metropole wollte wir vor Allem den Dom „mitnehmen“. Sechs Stunden nahmen wir uns allein für das Dominnere und einem Spaziergang auf dem Dach des Doms Zeit.

Blick vom Domdach über Mailand

Blick vom Domdach über Mailand

 

 

 

 

 

06.  bis 08. Juni 2007 – Genua

Früh am Morgen machten wir uns dann auf den Weg nach Genua. Neben der Stadt selbst hatten wir dort die Absicht, das Aquarium anzusehen. Notgedrungen – wir fanden nichts anderes – mussten wir auf einem Campingplatz außerhalb stehen. Der Platz war zwar sehr gut, aber 32 Euro je Nacht sind doch heftig! Nun gut, schön war die Genueser Vorstadt Pegli und sie bot uns direkten Bahnanschluss nach Genua. Nach ein paar Einkäufen genossen wir in Pegli den anschließenden ruhigen Abend.

Anderntags fuhren wir mit der Bahn nach Genua, rein in die Stadt. Nach einem Spaziergang durch die faszinierenden Straßen und Gassen der historischen Altstadt (Centro Storico)

Einschlägige Ecken Genuas

Einschlägige Ecken Genuas

– auch durch einschlägige Bereiche – erreichten wir den Hafen (den zweitgrößten des Mittelmeers nach Marseille) und dort auch das Aquarium (Link zum Album einfügen). Gewaltig zogen uns dort die Tiere in den Bann!

Im Aquarium in Genua

Im Aquarium in Genua

Drei Stunden waren nicht genug um alles zu erfassen – den abschließenden Besuch der „Bio-Sphärenkugel“ ließen wir dann aus. Auf dem Rückweg nach Pegli nahmen wir statt der Bahn den Bus – zäh und stockend war die Fahrt, interessant jedoch der Eindruck hinausströmender Massen aus dem (vermeintlichen) Moloch. Auf der Fahrt entschieden wir uns, am nächsten Tag noch einmal nach Genua zu fahren. Zwei Dinge hatten es uns angetan: einmal der Teilort Righi der, auf einem Berg gelegen, mit einer Standseilbahn zu erreichen ist. Zum Zweiten der Friedhof Genuas, ein Muss für jeden an Monumentalbauten Interessierten.

Standseilbahn auf den Righi

Standseilbahn auf den Righi

Die Fahrt mit der Standseilbahn (funicolare) nach Righi (benannt nach dem Schweizer Berg) war allein schon aufregend! Haltestellen vor Haustüren mit direktem Zugang zu Häusern, am Ziel dann eine herrliche Waldlandschaft. Nie hätten wir so etwas in Genua vermutet. Atemberaubende Blicke auf den Hafen und die die kühle Waldschattenwelt

Waldspaziergang in Genua

Waldspaziergang in Genua

mit einem leichten Wind bei über dreißig Grad waren faszinierend und belebend.

Trattoria du Richettu - Forte Castellaccio

Trattoria du Richettu - Forte Castellaccio

Dass uns dann noch ein verträumtes Lokal auf diesem Weg zu einem exzellenten Essen einlud, krönte diesen Abschnitt.

Nach der Abfahrt mit der Standseilbahn nahm uns der Bus auf zum Friedhof von Staglieno (Cimitero di Staglieno). Leider war es bereits etwas spät am Nachmittag. Für einen kompletten Rundgang blieb uns keine Zeit (um 17:00 Uhr wurde geschlossen).

Grabmonumente im Cimitero di Staglieno

Grabmonumente im Cimitero di Staglieno

Einen Eindruck bekamen wir in den uns verbleibenden eineinhalb Stunden allerdings – Zeugnisse eines Begräbniskults, der in die Ewigkeit Eindrücke mitgeben soll, je größer desto besser! Fast wollten wir glauben, Genuesen lebten nur auf das Ziel monumentaler Präsenz auf dem Friedhof hin! Ein Freilichtmuseum der besonderen Art…

Paläste in Genua

Paläste in Genua

Zum Tagesabschluss schlenderten wir noch durch die Straßen der Stadt, die herrlich restaurierten Paläste begleiteten uns. In den einen oder anderen mussten wir hineinschauen und waren von dem Prunk der „Hinterhöfe“,

Terassengärten in Genua

Terassengärten in Genua

der Terrassengärten ebenso gefangen wie vom Einfallsreichtum bezogen auf die Nutzung dieser architektonischen Prachtstücke. So visuell gesättigt verabschiedeten wir uns dann aus der Stadt. Genua, wir haben dich in diesen Tagen kennen und lieben gelernt…

 

09. -10. Juni2007 – Diano Marina

Der Vormittag sah uns aufbrechen und Pegli verlassen. Entlang der Küstenstraße führte uns heute der Weg nach Diano Marina. Dass dort am nächsten das Blütenfest sei, erzählten uns verschiedene Plakate an den Straßen. Wir fanden auch einen (brauchbaren) Stellplatz. Unweit der Stadtmitte, aber doch recht ruhig, bot  der Platz das Wichtigste. Aber er war jedoch nicht gerade „idyllisch“. Na Ja, zum Nächtigen war´s in Ordnung.

Der Nachmittag und Abend führte uns durch die Straßen und Gassen; so wurden wir Zeugen der Vorbereitung des Blumenfestes am nächsten Tag:

Diano Marina - Blumenteppich

Diano Marina - Blumenteppich

„Infiorata del Corpus Domini“. Mit Schablonen zeichneten die Einen Figuren und Formen mit Kreide auf die Straßen, Andere füllten die Formen mit Blütenblättern. Die ganze Straße duftete als Blütenmeer in selbst nachts strahlenden Farben! Die Fertigstellung der imposanten Kunstwerke verfolgten wir nicht ganz, um zwei Uhr nachts gaben wir auf.

Gegen neun Uhr am nächsten Tag machte ich auf (Christa schlief noch) und genoss die Pracht der Blüten. Noch eine kleine Radtour durch die Stadt, die Strandpromenade und einer „Badestunde“ (Liegestühle exakt aufgereiht und nummeriert gebucht) ließen wir den Tag ausklingen und planten den nächsten.

11. bis 13. Juni 2007 – Hanbury-Gärten und Cagnes-sur-Mer

Mittags machten wir uns auf den weiteren Weg, unser Zwischenziel sollten die Hanbury-Gärten sein. Über San Remo, Bordighera und Ventimiglia erreichten wir die Gärten kurz vor Menton.

In den Hanbury-Gärten

In den Hanbury-Gärten

In den Hanbury-Gärten

In den Hanbury-Gärten

Terrassenförmig angelegt bieten sie eine Vielfalt und Originalität gepaart mit geschichtlichem Hintergrund. Neben über hundertjährigen Rosenbüschen begeistern Blüten und Pflanzen schier unwahrer Größe und detailverliebter Garten-Gestaltung. Und dann noch am Ufer des Mittelmeeres besten Cappuccino genießen – ein Traumtag. Weiter führte uns der Weg über Menton nach Monaco.

Stellplatz in Cagnes-sur-Mer

Stellplatz in Cagnes-sur-Mer

Naiv wie wir waren glaubten wir dort etwas Ähnliches wie einen Stellplatz zu finden. Im Hafen waren wir dann fündig. Alles sah wie eine Baustelle aus es gab viele Plätze, die geradezu einluden. Komisch war es schon ein bisschen – und wir entschlossen uns, doch nicht hier hin zustehen. Das war wohl gut so, denn die vermeintliche Baustelle war der Aufbau der Tribünen für das Formel I – Rennen um den Großen Preis von Monaco drei Tage später! Lange wären wir hier wohl nicht gestanden. Das erklärte aber auch, dass kein anderer Platz zu bekommen war. Monte Carlo hin – Monte Carlo her – wir drehten noch eine Ehrenrunde durch die Stadt wegen Verfahrens und suchten hinter Nizza nach einem Plätzchen. Also zogen wir weiter und fanden dann hinter Nizza in Cagnes-sur-Mer einen Campingplatz, der letztlich sehr angenehm war.

Auf dem Weg zum Stellplatz

Auf dem Weg zum Stellplatz

Nur die vier Kilometer mit dem Fahrrad ins Städtchen waren nicht gerade eben, also auch schweißtreibend!

Christa beim Frisör

Christa beim Frisör

Dennoch fanden wir Zeit und Muße, nicht nur zum Bummeln, auch zum Friseurbesuch. Zumindest Christa, bei mir ist das nicht mehr nötig.

 

 13. bis 14. Juni 2007

Mit einer Küstentour und dem letzten Tag in den südlichen Gefilden fuhren wir nach Menton.

Stellplatz am Straßenrand in Menton

Stellplatz am Straßenrand in Menton

Während der  Suche nach einem Stellplätzchen hielten uns zwei Polizistinnen an: „Sie brauchen nur zu wenden und die erste Straße links einzufahren, die ist reserviert für Wohnmobile“! So freundlich möchten doch alle Mobilisten  bedient werden…

Beste Frutta di Mare in Menton

Beste Frutta di Mare in Menton

Mit einem abschließenden Essen und einer Pizza  (die war klasse und nicht mal teuer) begann der Anfang vom Urlaubsende – die Rückfahrt…

14. bis 15. Juni 2007

Über die Seealpen gings nun wieder gen Norden. Da wir (leider) gebunden waren mit der Rückgabe des Fahrzeugs beim Vermieter hieß es, Gummi auf die Straße und durch. Früh am Morgen bereits ging es los.

Annecy (Trickfilmfestival)

Annecy (Trickfilmfestival)

Und abends erreichten wir Annecy mit dem Glück, einen guten Parkplatz unmittelbar am See (Lat 45,89266 Lng 6,13681) zu finden. Ein paar Runden im herrlich erfrischenden Wasser zu schwimmen tat gut. Die Stadt selbst erkundeten wir nur in Teilen mit dem Vorsatz, noch einmal hier her zu kommen.

Lac d´Annecy

Lac d´Annecy

Am Morgen des nächsten Tages gingen wir die zweite Etappe nach Hause an. Strömender Regen begleitete uns bis vor die Haustür! Selbst die Fahrzeugübergabe an unseren Vermieter fiel gelinde gesagt ins Wasser.

Fast zu Hause!

Fast zu Hause!

Fazit?

Ein schöner Urlaub, teils anstrengend mit verschiedenen Ansätzen für weitere Touren in die Gegend. Erkenntnis ist vor allem: Zeit haben wir bald, dann schwebt das „Damoklesschwert Urlaubsende“ nicht mehr über uns. Die Möglichkeiten „zeitlos“ ungebunden den Interessen zu folgen werden kommen.

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